Aber ich fand die Mauerlücke nicht mehr, die mich eingelassen, — stieß an ein Holzgatter.

Es nützt nichts, ich muß jemand wecken, damit man mir den Weg zeigt, sagte ich mir. Sonderbar, daß hier ein Haus die Gasse abschließt — größer als die andern und anscheinend wohnlich? Ich kann mich nicht entsinnen, es je bemerkt zu haben.

Es muß wohl weiß getüncht sein, daß es so hell aus dem Nebel leuchtet?

Ich gehe durch das Gatter über den schmalen Gartenstreif, drücke das Gesicht an die Scheiben: — alles finster. Ich klopfe ans Fenster. — Da geht drinnen ein steinalter Mann, eine brennende Kerze in der Hand, durch eine Tür mit greisenhaft wankenden Schritten bis mitten in die Stube, bleibt stehen, dreht langsam den Kopf nach den verstaubten alchimistischen Retorten und Kolben an der Wand, starrt nachdenklich auf die riesigen Spinnweben in den Ecken und richtet dann seinen Blick unverwandt auf mich.

Der Schatten seiner Backenknochen fällt ihm auf die Augenhöhlen, daß es aussieht, als seien sie leer wie die einer Mumie.

Er sieht mich offenbar nicht.

Ich klopfe ans Glas.

Er hört mich nicht. Geht lautlos wie ein Schlafwandler wieder aus dem Zimmer.

Ich warte vergebens.

Klopfe ans Haustor: niemand öffnet — — —