„Wirklich? Ist sie so hübsch geworden, die Rosina? — Haben Sie ihr schon ein Küßchen geraubt, Vrieslander?“

Die Kellnerin sprang sofort auf und verließ indigniert das Zimmer.

„Das Suppenhuhn! Die hat’s wahrhaftig nötig, — Tugendanfälle! Pah!“, brummte Prokop ärgerlich hinter ihr drein.

„Was wollen Sie, sie ist doch bei der unrichtigen Stelle abgegangen. Und außerdem war der Strumpf gerade fertig,“ beschwichtigte ihn Zwakh.

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Der Wirt brachte neuen Grog und die Gespräche fingen allmählich an, eine schwüle Richtung zu nehmen. Zu schwül, als daß sie mir nicht ins Blut gegangen wären bei meiner fiebrigen Stimmung.

Ich sträubte mich dagegen, aber je mehr ich mich innerlich abschloß und an Angelina zurückdachte, um so heißer brauste es mir in den Ohren.

Ziemlich unvermittelt verabschiedete ich mich.

Der Nebel war durchsichtiger geworden, sprühte feine Eisnadeln auf mich, war aber immer noch so dicht, daß ich die Straßentafeln nicht lesen konnte und von meinem Heimweg um ein geringes abkam.

Ich war in eine andere Gasse geraten und wollte eben umkehren, da hörte ich meinen Namen rufen: