Man mußte es zum Tapezierer schicken — — ach was, sollte es so bleiben — noch ein ödes Menschenleben hindurch, bis alles zu Gerümpel zerfiel!

Und dort, welch geschmackloser, zweckwidriger Plunder, diese Zwirnlappen an den Fenstern!

Warum drehte ich sie nicht zu einem Strick und erhenkte mich daran?!

Dann brauchte ich diese augenverletzenden Dinge wenigstens nie mehr zu sehen, und der ganze graue, zermürbende Jammer war vorüber — ein für allemal.

Ja! Das war das Gescheiteste! Ein Ende machen.

Heute noch.

Jetzt noch — vormittags. Gar nicht erst zum Essen gehen. — Ein ekelhafter Gedanke, mit vollem Magen sich aus der Welt zu schaffen! In der nassen Erde zu liegen und unverdaute, verfaulende Speisen in sich zu haben.

Wenn nur nie wieder die Sonne scheinen und ihre freche Lüge von der Freude des Daseins einem ins Herz funkeln wollte!

Nein! ich ließ mich nicht mehr narren, wollte nicht länger der Spielball sein eines täppischen, zwecklosen Schicksals, das mich emporhob und dann wieder in Pfützen stieß, bloß damit ich die Vergänglichkeit alles Irdischen einsehen sollte, etwas, was ich längst wußte, was jedes Kind weiß, jeder Hund auf der Straße weiß.

Arme, arme Mirjam! Wenn ich ihr wenigstens helfen könnte.