Zwei schmierige Schreibtische mit meterhohen Aufsätzen standen einander gegenüber.
Ein paar verkraxte Stühle dazwischen.
Das Bild des Kaisers an der Wand.
Ein Glas mit Goldfischen auf dem Fensterbrett.
Sonst nichts im Zimmer.
Ein Klumpfuß und daneben ein dicker Filzschuh unter zerfransten grauen Hosen hinter dem linken Schreibpult.
Ich hörte rascheln. Jemand murmelte ein paar Worte in böhmischer Sprache und gleich darauf tauchte der Herr Polizeirat aus dem rechten Schreibtisch auf und trat vor mich hin.
Es war ein kleiner Mann mit grauem Spitzbart und hatte die sonderbare Manier, bevor er anfing zu reden, die Zähne zu fletschen wie jemand, der in grelles Sonnenlicht schaut.
Dabei kniff er die Augen hinter den Brillengläsern zusammen, was ihm den Ausdruck furchterregender Niedertracht verlieh.
„Sie heißen Athanasius Pernath und sind“ — er blickte auf ein Blatt Papier, auf dem nichts stand — „Gemmenschneider“.