Auf den ersten Blick erkannte ich in ihm den Schlot mit der Soldatenmütze, der einmal neben mir bei Regenwetter in dem Torbogen der Hahnpaßgasse gestanden hatte. Eine freudige Überraschung! Vielleicht wußte er zufällig etwas über Hillel und Zwakh und alle die andern?
Ich wollte sofort anfangen, ihn auszufragen, aber zu meinem größten Erstaunen legte er mit geheimnisvoller Miene den Finger an den Mund und bedeutete mir, ich solle schweigen.
Erst als die Tür von draußen abgesperrt und der Schritt des Gefangenwärters auf dem Gange verhallt war, kam Leben in ihn.
Mir schlug das Herz vor Aufregung.
Was sollte das bedeuten?
Kannte er mich denn, und was wollte er?
Das erste, was der Schlot tat, war, daß er sich niedersetzte und seinen linken Stiefel auszog.
Dann zerrte er mit den Zähnen einen Stöpsel aus dem Absatz, entnahm dem entstandenen Hohlraum ein kleines gebogenes Eisenblech, riß die anscheinend nur locker befestigte Schuhsohle ab und reichte mir beides mit stolzer Miene hin. —
Alles in Windeseile und ohne auf meine erregten Fragen auch nur im geringsten zu achten.
„So! Einen schönen Gruß vom Herrn Charousek.“