Ich war so verblüfft, daß ich kein Wort herausbringen konnte. —
„Brauchens’ bloß Eisenblechl nähmen und Sohlen ausanand brechen in der Nacht. Oder wann sunst niemand siecht. — Ise nämlich hohl inewändig“ — erklärte der Schlot mit überlegener Miene, „und finden Sie sich drinn eine Brieffel von Herrn Charousek.“
Im Übermaß meines Entzückens fiel ich dem Schlot um den Hals und die Tränen stürzten mir aus den Augen.
Er wehrte mich voll Milde ab und sagte vorwurfsvoll:
„Missen sich mehr zusammennähmen, Herr von Pernath! Mir habens me nicht eine Minutten zum Zeitverlieren. Es kann sich soffort herauskommen, daß ich in der falschen Zellen bin. Der Franzl und ich habens me unt beim Pordjöh die Nummern mitsamm vertauscht.“ —
Ich mußte wohl ein sehr dummes Gesicht gemacht haben, denn der Schlot fuhr fort:
„Wann Sie das auch nicht verstähn, macht nix. Kurz: ich bin ich hier, Pasta!“
„Sagen Sie doch,“ fiel ich ihm ins Wort, „sagen Sie doch, Herr — — Herr — — —“
„Wenzel,“ — half mir der Schlot aus, „ich heiß’ ich der schöne Wenzel.“
„Sagen Sie mir doch, Wenzel, was macht der Archivar Hillel, und wie geht es seiner Tochter?“