„Frag’ mich. Frag’ mich.“
Die Stimme war der Mirjams täuschend ähnlich.
„Mirjam? Mirjam?“ rief ich unwillkürlich, dämpfte aber sofort den Ton, um den Schläfer nicht zu erwecken.
Ich wartete, bis sein Gesicht wieder starr geworden war, dann wiederholte ich leise:
„Mirjam? Mirjam?“
Sein Mund formte ein kaum vernehmbares, aber doch deutliches:
„Ja.“
Ich legte mein Ohr dicht an seine Lippen.
Nach einer Weile hörte ich Mirjams Stimme flüstern — so unverkennbar ihre Stimme, daß mir Kälteschauer über die Haut liefen.
Ich trank die Worte so gierig, daß ich nur den Sinn begriff. Sie sprach von Liebe zu mir und von dem unsagbaren Glück, daß wir uns endlich gefunden hätten — und uns nie wieder trennen würden — hastig — ohne Pause, wie jemand, der fürchtet unterbrochen zu werden und jede Sekunde ausnützen will.