Ich erinnerte mich: es war wörtlich der Schlußsatz aus Charouseks Brief. —
Das Gesicht Laponders lag bereits im Dunkel. Das Mondlicht fiel auf die Kopfenden des Strohsacks. In einer Viertelstunde mußte es aus der Zelle verschwunden sein.
Ich stellte Frage auf Frage, bekam aber keine Antwort mehr:
Der Mörder lag unbeweglich da wie eine Leiche und hatte die Lider geschlossen.
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Ich machte mir die heftigsten Vorwürfe, all die Tage über in Laponder nur den Verbrecher und niemals den Menschen gesehen zu haben. —
Nach dem, was ich soeben erlebt, war er offenbar ein Somnambuler — ein Geschöpf, das unter dem Einfluß des Vollmonds stand.
Vielleicht hatte er den Lustmord in einer Art Dämmerzustand begangen. Bestimmt sogar. —
Jetzt, wo der Morgen graute, war die Starrheit aus seinen Zügen gewichen und hatte dem Ausdruck seligen Friedens Platz gemacht.
So ruhig kann ein Mensch doch nicht schlummern, der einen Mord auf dem Gewissen hat, sagte ich mir.