„Kennen Sie sein Haus, Herr — Herr — Tschamrda?“

„Nicht um die Welt möcht’ ich dort hinaufgehen!“, protestiert der Schieläugige. „Wofür halten Sie mich? Jesus, Maria und Josef!“

„Aber den Weg hinauf könnten Sie mir doch von weitem zeigen, Herr Tschamrda?“

„Das schon,“ brummt der Fährmann. „Wenn Sie warten wollen bis 6 Uhr früh; dann geh’ ich zur Moldau hinunter. Aber ich rat’ Ihnen ab! Sie stürzen in den Hirschgraben und brechen Hals und Knochen! Heilige Muttergottes!“

— — — — — — — — — — — — — —

Wir gehen zusammen durch den Morgen; frischer Wind weht vom Flusse her. Ich fühle vor Erwartung kaum den Boden unter mir.

Plötzlich taucht das Haus in der Altschulgasse vor mir auf.

Jedes Fenster erkenne ich wieder: die geschweifte Dachrinne, das Gitter, die fettig glänzenden Steinsimse — alles, alles!

„Wann ist dieses Haus abgebrannt?“, frage ich den Schieläugigen. Es braust mir in den Ohren vor Spannung.

„Abgebrannt? Niemals nicht!“