„Er ist Fährmann und heißt Tschamrda. — Was den Pernath betrifft, so erinnere ich mich nur, oder glaube es wenigstens — daß er in späteren Jahren eine sehr schöne, dunkelhäutige Jüdin geheiratet hat.“

„Mirjam!“ sage ich mir und werde so aufgeregt, daß mir die Hände zittern und ich nicht mehr weiterspielen kann.

Der Fährmann bekreuzigt sich.

„Ja, was ist denn heute mit Ihnen los, Herr Tschamrda?“, fragt der Markör erstaunt.

„Der Pernath hat niemals nicht gelebt“, schreit der Schieläugige los. „Ich glaub’s nicht.“

Ich schenke dem Mann sofort einen Kognak ein, damit er gesprächiger wird.

„Es gibt ja wohl Leut’, die sagen, der Pernath lebt noch immer,“ rückt der Fährmann endlich heraus, „er is, hör’ ich, Kammschneider und wohnt auf dem Hradschin.“

„Wo auf dem Hradschin?“

Der Fährmann bekreuzigt sich:

„Das ist es ja eben! Er wohnt, wo kein lebender Mensch wohnen kann: an der Mauer zur letzten Latern.“