Ob die Natur zu ihm spricht, ob Musik, ob Kunst? — Niemand weiß es. — — — Es ist, als ob der Mann tot wäre, — kein Atemzug ist hörbar.
Das kahle Zimmer schläft mit ihm, — kein Knistern — nichts. — Solch alte Räume sind nicht mehr neugierig.
So verfließt die Nacht — langsam — Stunde um Stunde. — — — — — — — — — —
— War das nicht ein Schluchzen, — wie aus dem Schlaf? — Pah, — Dr. Jorre schluchzt nicht. — Auch nicht im Schlaf.
Und jetzt ein Rascheln. — Es ist etwas herabgefallen, — ein leichter Gegenstand. — Eine dürre Rose, die an der Wand neben dem Bette hing, liegt auf dem Boden. — Der Faden, der sie gehalten, ist zerrissen; — er war schon alt — und morsch geworden. Ein Lichtschein fällt auf die Zimmerdecke — eine Wagenlaterne von der Gasse war es wohl. — — — —
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Früh stand Dr. Jorre auf, wusch sich und ging ins Nebenzimmer. Dann setzt er sich an seinen Schreibtisch und starrt vor sich hin.
Wie alt und verfallen er heute aussieht. —
Draußen fahren Lastwagen; man hört sie über das Pflaster holpern. Ein nüchterner, öder Morgen, — halbdunkel noch, als ob es nie mehr freudiger Tag werden wolle. —
Daß die Menschen den Mut haben, da weiter zu leben.