Der Höhlenmensch schien abwesend zu sein.

Ich stieg zur Kellertür hinab, faßte die Klinke; sie war glühend heiß. Ich nahm einen Stein und hämmerte gegen die Pfosten.

Endlich tat sich gespenstisch leise die Pforte auf, und ein Gluthauch, wie Wüstensamum, schlug mir entgegen.

Mitten in der wabernden Luftsäule stand entblößten Oberleibes, die Reste einer roten Krawatte um den nackten Hals geschlungen, der champignonkundige Bonifazius.

„Sie — Sie — Sie entarteter Troglodyt, Sie!“ schrie ich ihn an. „Das ist ja viel zu heiß! Da muß doch jede Schwammbrut verbrennen!“

„Dös is gar nöt heiß“, erwiderte er gelassen; „dös is nur a so a g’spannte Luft! — — Murgen, werden S’ segen, gnä Herr, da wurrln s’ scho!“

Zwar hatte ich noch am selben Tage den pflichtvergessenen Schlot seines Amtes enthoben und ihn nach Begleichung seines vertragsmäßig ausbedungenen Halbjahrsgehaltes im Schwunge aus dem Hause entfernt; aber nachts ließ es mir keine Ruhe: Was, wenn sie morgen doch wurrln sollten?!

Ich fuhr nochmals hin; vielleicht hatte der liebe Gott in letzter Stunde ein Wunder getan!

Nein! Er hatte keins getan.

Sie wurrlten nicht.