Von nun an jeglicher Mistsorge enthoben, zahlte ich willig und gern, und fröhlich ging ich wieder daran, meine Rendezvous zu regeln, um das vernachlässigte, massenhaft angesammelte Material, soweit es meine erschütterte Gesundheit und die Umstände erlaubten, aufzuarbeiten.

Monat um Monat schwand dahin; wie üblich, begann der Herbst das Laub zu bräunen; die Lausbuben in den Parkalleen bewarfen den sinnenden Wanderer bereits hinterrücks mit Wildkastanien, aber immer noch hoffte ich vergebens der erlösenden Kunde, daß es in dem Vorstadtkeller zu „wurrln“ begänne.

Allmählich beschlich mich ein tiefes Unbehagen, das sich schließlich bis zu einem Anfall nicht mehr zu bändigenden Mißtrauens gegenüber Felbermeier steigerte.

Ich warf mich in einen Fiaker und fuhr auf die Suche nach dem mir bis dahin nur aus Taubingers Schilderungen bekannten Champignonhaus.

Schon von weitem glotzten mir die blinden Fensterscheiben des erbarmungswürdigen Gebäudes entgegen.

Übernächtig, ungepflegt, vom gramdurchfurchten Mauermörtel angefangen bis hinauf zur triefenden Dachrinne, erregte es mein heftigstes Mitleid.

Es hatte förmlich Ringe um die Augen.

„Felbermeier!“ schrie ich in den einsamen Flur hinein.

Keine Antwort; nur ein schwindsüchtiges Echo stöhnte: „— — ber — — mei — —“

„Felbermeier!“ brüllte ich aus voller Lunge. — Niemand.