Merkwürdig, gerade heute nacht träumte ich, daß die beiden Toten links und rechts hinter mir hergingen. — Vielleicht, weil ich gestern die Idee vom Träumen niedergeschrieben habe!? —

Da gibt es jetzt nur zwei Wege, um solchen Traumbildern den Eintritt zu verrammeln:

Entweder fortwährend sie sich innerlich vorzuhalten, um sich daran zu gewöhnen, wie ich es mit dem dummen Wort „Mörder“ mache, oder zweitens diese Erinnerung ganz auszureißen aus dem Gedächtnis. —

Das erstere? — Hm. — — Das Traumbild war zu scheußlich! — — Ich wähle den zweiten Weg. —

Also: „Ich will nicht mehr daran denken! Ich will nicht! Ich will nicht, nicht, nicht mehr daran denken! — Hörst du! — Du sollst gar nicht mehr daran denken! —“

Eigentlich ist diese Form: „Du sollst nicht usw.“ recht unüberlegt, wie ich jetzt bemerke, man soll sich nicht mit „Du“ anreden, — dadurch zerlegt man sozusagen sein Ich in zwei Teile: in ein Ich und ein Du, und das könnte mit der Zeit verhängnisvolle Wirkungen haben! —

5. Oktober

Wenn ich das Wesen der Suggestion nicht so genau studiert hätte, könnte ich wirklich recht nervös werden: Heute war es die achte Nacht, daß ich jedesmal von demselben Bilde geträumt habe. — Immer die zwei hinter mir her, auf Schritt und Tritt. — — Ich werde heute abend unter die Leute gehen und etwas mehr als sonst trinken. —

Am liebsten ginge ich ins Theater, — aber natürlich: gerade heute ist „Macbeth“. — — — — — — —

7. Oktober