„Izzi ist nur mein Bühnenname, eigentlich heiße ich Ida. — So eine, wie d’ Ida war noch nie da.“
„Geistreich, wie alle Wienerinnen, mein Fräulein.“
„Das sagt der Graf auch immer, nöt wahr, Izzi?“ wirft die Alte mit süßlicher Miene dazwischen.
„Der Graf, der immer so eifersüchtig ist?“ frage ich.
„Sie wissen ...?“ —
„Grafen sind immer eifersüchtig“, ist meine Antwort.
Ich behandle die Chansonette wie eine grande dame und lege noch nie gesehene exotische Manieren an den Tag.
Der Alten tritt bereits der Schweiß auf die Stirn — von dem ewigen, verbindlichen Lächeln.
Izzi heuchelt verhaltene Glut und hängt rachsüchtig im Geist an die Zahl, die sie in Verbindung mit meinem Portemonnaie in Gedanken trägt, eine Null an.
„Multiplizieren Sie sie mit fünf“, fahre ich unvermittelt heraus. —