Wer nimmer Lust ersehnt, erkürt,
Erkürt, ersehnt sich nimmer Leid.“
Und mir kam ein Heimweh nach dem Tode bei diesen Strophen, und ich sehnte mich nach dem Sterben.
Doch im Herzen bäumte sich das Leben auf — ein dunkler Trieb. Und Tod und Leben standen drohend einander gegenüber; das ist der Starrkrampf.
Mein Auge war unbeweglich, und der Akrobat beugte sich über mich, und ich sah sein schlotteriges Trikot, den grünlichen Deckel auf seinem Kopf und die Halskrause.
„Starrkrampf“, wollte ich lallen und konnte nicht.
Wie er von einem zum andern ging und ihnen lauernd ins Gesicht blickte, wußte ich, wir sind gelähmt: er ist wie ein Giftschwamm.
Wir haben giftige Schwämme gegessen und Veratrum album dabei, das Kraut des weißen Germers.
Das alles sind Nachtgesichte!
Ich wollte es laut rufen und konnte nicht.