Da liegt die schweigende Gegenwart, die ihr nicht kennt! — Das sind die verborgenen Maschen zwischen Sekunde und Sekunde im Netz der Zeit.“

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Die Worte des Buckligen sangen in meinem Herzen, und ich blickte auf und sah, wie dem Mädchen das Hemd heruntergefallen war und sie nackt auf seinem Schoße saß. Sie hatte keine Brüste und keinen Leib — nur einen phosphoreszierenden Nebel vom Schlüsselbein zur Hüfte.

Und er griff mit den Fingern in den Nebel hinein, da schnarrte es wie Baßsaiten, und rasselnd fielen Stücke Kesselstein heraus. — So ist der Tod, fühlte ich — wie Kesselstein.

Da hob sich langsam die Mitte des weißen Tischtuches wie eine große Blase, — ein eisiger Luftzug wehte und verwehte den Nebel. Glitzernde Saiten kamen ans Licht, die zogen sich vom Schlüsselbein der Dirne bis zur Hüfte. Ein Wesen, halb Harfe, halb Weib!

Der Bucklige spielte darauf, träumte mir, ein Lied von Tod und Lustseuche, das klang in einen fremdartigen Hymnus aus:

„In Leiden kehrt sich um die Lust,

In Wohl gewiß nicht, — sicherlich!

Wer Lust ersehnt, wer Lust erkürt,

Erkürt sich Leid, ersehnt sich Leid: