Ein dicker, grünlicher Saft quoll unter dem Haufen hervor.

Ich befahl dem Dugpa augenblicklich innezuhalten – er hatte das Prisma bereits eingesteckt und zuckte nur die Achseln.

Vergebens bemühte ich mich, die Grillen mit einem Stock auseinander zu treiben: ihre wahnwitzige Mordlust kannte keine Grenzen mehr.

Immer neue Scharen liefen herbei und türmten den zappelnden, scheußlichen Klumpen höher und höher – mannshoch.

Auf weite Strecken war der Erdboden lebendig von wimmelnden, tollgewordenen Insekten. Eine weißliche, aneinandergequetschte Masse, die sich der Mitte zudrängte, nur von dem einen Gedanken beseelt: morden, morden, morden.

Einige der Grillen, die halbverstümmelt von dem Haufen herabfielen und nicht mehr hinaufkriechen konnten, zerfetzten sich selbst mit ihren Zangen.

Der schwirrende Ton wurde bisweilen so laut und grausig schrill, daß ich mir die Ohren zuhielt, weil ich es nicht mehr länger glaubte ertragen zu können.

Gott sei Dank, endlich wurden der Tiere weniger und weniger, die hervorkriechenden Scharen schienen dünner zu werden und hörten schließlich ganz auf.

‘Was macht er denn noch immer?’ fragte ich den Tibeter, als ich sah, daß der Dugpa keine Miene machte, aufzubrechen, vielmehr angestrengt seine Gedanken auf irgend etwas zu konzentrieren schien. Er hatte die Oberlippe hochgezogen, so daß ich seine spitzgefeilten Zähne deutlich sehen konnte. Sie waren pechschwarz, vermutlich von dem landesüblichen Betelkauen.

‘Er löst und bindet’, hörte ich den Tibeter antworten.