Nur der Glanz seiner Augen verriet, daß er noch lebte; wir andern aber begriffen, daß sein Geist auf Nimmerwiederkehr versunken war in der Nacht des Irrsinns.


Eshcuid, Mr. Finch, Giovanni Braccesco und ich schieden am nächsten Morgen voneinander; wortlos, fast ohne Gruß: die letzten bangen Stunden der Nacht waren zu beredt für jeden von uns gewesen, als daß es unsere Zungen nicht hätte in Bann legen sollen.

Lange bin ich noch planlos und einsam über die Erde gewandert, doch keinem von ihnen bin ich je wieder begegnet.

Ein einziges Mal nach vielen Jahren hat mich mein Weg in jene Gegend geführt: von dem Schlosse ragten nur mehr die Mauern, aber zwischen dem verfallenen Gestein sproßte mannshoch auf im sengenden, grellen Sonnenbrand, Staude an Staude, ein unabsehbares stahlblaues Beet:

das Aconitum napellus.

Die vier Mondbrüder

Eine Urkunde

Wer ich bin, ist bald gesagt. Vom 25. bis zum 60. Jahr war ich Kammerdiener beim Herrn Grafen du Chazal. Bis dahin hatte ich als Gärtnergehilfe die Blumenzucht im Kloster zu Apanua besorgt, woselbst ich auch einst meine einförmigen düsteren Jugendtage verlebte und dank der Güte des Abtes Unterricht im Lesen und Schreiben genoß.

Da ich ein Findling war, nahm mich bei meiner Firmung mein Pate, der alte Klostergärtner, an Kindes Statt an, und seitdem führe ich rechtmäßig den Namen Meyrink.