Er diente mit seiner Verskunst den anderen und ergötzte damit nicht nur seine Zeitgenossen, sondern auch die wackeren Schützenbrüder späterer Jahrhunderte.
Die Freude am Sinnspruch steckt den alten Freibergern, die ja alle mehr oder weniger mit dem Bergbau verbunden und bergmännischen Geistes voll waren, im Blute. Der Bergmann schmückt seine Geräte, insbesondere seine Barte, die aus der Streitaxt entwickelte eigenartige Ehrenwaffe, mit Bildern seiner Tätigkeit und Sprüchen von allerlei Prägung. Nur einige Proben mögen dafür zeugen:
»Gib Zubus, arbeit, wart dein Zeit
Es folgt Ausbeuth, die dich erfreut.«
(Abbildung vor Ort arbeitender Bergleute.)
»Ich geh’ und fahre meine Schicht,
Ohn’ Arbeit ist nichts ausgericht.«
(Abbildung einfahrender Bergleute.)
»Halt Jesum, laß ihn nicht herauß,
Hilf ziehen, so schont Gott dein Hauß,«