Denken Sie mir nicht an jenen Tag „fiel die junge Wahl seufzend ein“ wir leiden noch an seinen Folgen. Aber den Vormund heiß’ ich willkommen und freue mich des Engels den er dem Glück und seinem guten Rechte dankt.
Komm an mein Herz, edles Mädchen! sprach Auguste, und umarmte Theresen. Sie sehn „versetzte Julius“ daß wir alles erschöpfen die Pförtnerin dieses Klosters zu gewinnen und ihre Dankbarkeit wird dagegen nichts unversucht lassen, die falsche Schaam der mütterlichen Jungfrau zu beschwören, deren Zustand sie in meinen Augen um so reitzender macht.
Das dürfte ganz ohnmöglich seyn! entgegnete ihre Schwester, und ein Mann, dessen Zartgefühl mich ehedem selbst mit seinem unzarten Geschlechte versöhnte, wird eine so seltene Tugend der leidigen Neugierde nicht zum Opfer bringen wollen.
Sie bedürfen eines Mannes Rath! sprach er ernstwerdend.
Den liefert das Pfarrhaus.
Und bald auch — den Herrn Pathen.
Erröthend kehrte sich Therese zur Baronin, die ihn mit einem Fächerschlag zur Ruhe wies. Wenn ich hier nützlich seyn könnte „sprach sie zu jener“ so nehmen Sie mich auf, denn mein Mann hat eine Geschäfts-Reise vor und ich war so lange schon mit dem Fröhlichen froh, daß ich recht gern wieder ein Weilchen mit dem Weinenden weinen möchte. Dieser Wechsel hat sein Gutes und man bedarf ja vielleicht auch, früh oder spät, theilnehmender Seelen.
Sie sind ein Bothe von Gott gesandt! erwiederte Therese, und diese großmüthige Herabneigung wird ein verstörtes, in edle Schaam versunkenes Gemüth viel schneller als mein längst verbrauchter Trost erheben.
Mir ist „sprach Julius“ bey allem dem ganz wunderbar ums Herz, und mein Innerstes mit dem tiefsten Groll gegen den Urheber dieser Pein erfüllt, der um jeden Preis alles gut machen soll!
Meines Mannes Reise „versicherte Auguste“ hat diesen Zweck.