O ewige Liebe „rief er aus“ nur hier kein Ende! Nur dort kein Grab!
Inniger drückte Therese den Knaben ans Herz, sah tief bewegt in die sinkende Sonne und sagte „So starb sie!“
Woldemars Stimme lockte die Seele der Sinnenden zu dem Grabe zurück. Meine Zukunft „sprach er“ soll eine fortwährende Todten-Feyer seyn.
Am sichersten „erwiederte sie“ wird ein reines, sittlich schönes Leben diesen heiligen Schatten versöhnen.
Wer leitet mich zur ebenen Bahn? „fragte der Weinende“ Therese antwortete „Das Schicksal der Dulderin!“
Woldemar sah ihr in’s Auge. Wehmuth und Sehnsucht, Anmuth und Liebe begegneten sich im stummen Wechselspiel der Blicke. Hermine „sprach er“ starb an Deinem Herzen. Laß mich an ihm genesen und diese Hand geleite mich!
Therese drückte voll Innigkeit die seine, und wie im letzten Augenblick Hermine sie umfing, so umfing jetzt Woldemar die Braut auf ihrem Grabe.
Anmerkungen zur Transkription
Die variierende Schreibweise des Originals wurde weitgehend beibehalten, ebenso die teilweise ungewöhnliche Platzierung der Anführungszeichen.
Anstatt des Namens Julie steht gelegentlich Juliane.