An der gegenüberliegenden Wand sah man eine Wärmpfanne über zwei Feuerböcken und einer Kaminplatte, die einen mit einer Hirtin schäkernden Mönch darstellte. Auf kleinen Brettern erblickte man ringsumher Leuchter, Schlösser, Bolzen, Schrauben. Der Boden verschwand unter Scherben von roten Ziegeln. Die seltensten Sehenswürdigkeiten waren in der Mitte auf einem Tisch aufgestellt: das Gestell einer Haube, wie sie die Bäuerinnen der Landschaft Caux tragen, zwei Tonurnen, Denkmünzen, ein Fläschchen aus Opalglas. Ein gestickter Sessel trug auf seiner Rückenlehne ein Dreieck aus Gipüre. Ein Stück von einem Panzerhemd zierte die Wand zur Rechten; und darunter hielten lange Haken eine Hellebarde in horizontaler Lage, ein einzigartiges Stück.

Das zweite Zimmer, in das man auf zwei Stufen hinabging, enthielt die alten, aus Paris mitgebrachten Bücher und die, welche sie bei ihrer Ankunft in einem Schranke entdeckt hatten. Die Schranktüren waren entfernt. Sie nannten das die Bibliothek.

Der Stammbaum der Familie Croixmare nahm die ganze andere Seite der Tür ein. In den Ecken hingen über der Wandtäfelung als Pendants das Pastellbild einer Dame in Louis-XV-Tracht und das Porträt von Bouvards Vater. Das Gesims des Spiegels zierten ein Sombrero aus schwarzem Filz und ein ungeheurer Überschuh, der mit Blättern gefüllt war, den Resten eines Nestes.

Zwei Kokosnüsse (sie gehörten Pécuchet seit seiner Kindheit) lagen auf dem Kamin zu beiden Seiten einer Fayencetonne, auf der ein Bauer ritt. Daneben lag in einem Strohkorb ein Geldstück, das eine Ente von sich gegeben hatte.

Vor der Bibliothek machte sich eine Muschelkommode mit Plüschverzierungen breit. Ihr Deckel trug eine Katze, die eine Maus in ihrem Maule hielt, — eine Versteinerung aus Saint-Allyre, — einen Arbeitskasten, der ebenfalls aus Muscheln war, — und auf diesem Kasten stand eine Kognakkaraffe, die eine Pfundbirne umschloß.

Doch das Glanzstück, eine Statue Sankt Peters, stand in der Fensternische! Seine behandschuhte rechte Hand hielt den Schlüssel des Paradieses, der von apfelgrüner Farbe war. Sein Meßgewand, das mit Lilien durchwirkt war, war von himmelblauer Farbe, und seine leuchtend gelbe Tiara war spitz wie eine Pagode. Seine Wangen waren geschminkt, die Augen dick und rund, der Mund stand offen, die Nase war schief und aufgestülpt. Darüber hing ein aus einem alten Teppich hergestellter Himmel, auf dem man zwei Amoretten in einem Kranz von Rosen unterschied, und zu seinen Füßen erhob sich wie eine Säule ein Buttertopf, der folgende Worte in weißen Buchstaben auf schokoladefarbigem Grunde zeigte: „Angefertigt vor Seiner Königlichen Hoheit dem Herzog von Angoulême zu Noron d. 3. Oktober 1817.“

Pécuchet überschaute das alles von seinem Bette aus in einer Flucht, und manchmal ging er sogar in Bouvards Zimmer, um es mehr aus der Ferne zu sehen.

Dem Panzerhemd gegenüber blieb ein Platz leer, er war für die Renaissancetruhe bestimmt.

Sie war noch nicht fertig, Gorju arbeitete noch daran; er behobelte die Flächen im Backhaus, paßte sie ein, nahm sie wieder ab.