Indessen wurde das goldene Kalb verbrannt und verschluckt, — wofern es sich nicht um einen Irrtum der Bibel handelt.

Zunächst, wo liegt der Faunusberg? Die Bücher geben es nicht an. Die Eingeborenen wissen nichts darüber. Man hätte zu Nachgrabungen schreiten müssen, — und zu diesem Zwecke richteten sie eine Bittschrift an den Herrn Präfekten, auf die keine Antwort erfolgte.

Vielleicht war der Berg Faunus verschwunden, und es war kein Hügel, sondern ein Tumulus. Was bedeuteten die Tumuli?

Mehrere enthalten Skelette, die die Stellung des Fötus im Mutterleib zeigen. Das will besagen, daß das Grab für sie eine zweite Zeit der Trächtigkeit war, die sie zu einem neuen Leben vorbereitete. Also stellt der Tumulus das weibliche Organ dar, wie der aufrechte Stein das männliche Organ bedeutet.

In der Tat hat, wo es Menhire gibt, ein unzüchtiger Kult bestanden. Beweis ist, was in Guérande, in Chichebouche, in Croisic, in Livarot vor sich ging. Ursprünglich hatten die Türme, die Pyramiden, die Kerzen, die Meilensteine der Wege und selbst die Bäume die Bedeutung des Phallus, — und für Bouvard und Pécuchet wurde alles zum Phallus. Sie sammelten Ortscheite von Wagen, Sesselbeine, Kellerschlösser, Pistille. Wenn man sie besuchte, fragten sie: „An was erinnert Sie das wohl?“ und vertrauten dann das Geheimnis an, und wenn man protestierte, zuckten sie mitleidig die Achseln.

Eines Abends, als sie über die Dogmen der Druiden nachsannen, fand sich der Abbé ein, in bescheidener Haltung.

Sogleich zeigten sie ihm das Museum, wobei sie mit der Scheibe begannen; doch sie konnten es nicht erwarten, zu einer neuen Abteilung zu kommen, der des Phallus. Der Geistliche unterbrach sie, da er die Ausstellung für unpassend hielt. Er kam, um sein Taufbecken zurückzuverlangen.

Bouvard und Pécuchet flehten noch um vierzehn Tage, die gerade genügen würden, einen Abguß davon zu nehmen.

„Je eher, desto besser,“ sagte der Abbé.