Er ließ sie durch Anschlagen mit dem Finger erklingen, betrachtete dann die beiden S, die auf den Deckel gemalt waren.
„Das Zeichen von Rouen!“ sagte Pécuchet.
„O! o! Genau genommen hatte Rouen kein Zeichen. Als man noch nichts von Moutiers wußte, waren alle französischen Fayencen aus Nevers. So geht es ebenso heutzutage mit Rouen! Übrigens macht man sie in Elbeuf bis zur Vollendung nach.“
„Nicht möglich!“
„Man macht ja doch auch Majoliken nach! Ihr Stück ist vollständig wertlos, — und ich war im Begriff, eine schöne Dummheit zu begehen!“
Als der Notar fortgegangen war, sank Pécuchet gebrochen in einen Sessel.
„Man hätte das Becken nicht herausgeben sollen,“ sagte Bouvard, „doch du begeisterst dich, du erhitzest dich immer gleich!“
„Ja, ich erhitze mich,“ und Pécuchet faßte die Suppenschüssel und schleuderte sie weit von sich gegen den Sarkophag.
Bouvard, ruhiger, las die Stücke eines nach dem anderen auf; — und nach einiger Zeit kam ihm dieser Gedanke:
„Es ist leicht möglich, daß Marescot uns aus Eifersucht zum besten gehabt hat!“