Aus Ermüdung oder Furcht vor ärgerlichem Aufsehen gab sie Herr Jeufroy hin.

Sie wurde in ihrer Sammlung untergebracht, neben der Haube der Bäuerin aus Caux. Das Gefäß zierte die Vorhalle der Kirche, und sie trösteten sich über seinen Verlust mit dem Gedanken, daß die Bewohner von Chavignolles seinen Wert nicht kannten.

Doch die Suppenschüssel gab ihnen den Geschmack an Fayencen: ein neuer Gegenstand für Studien und Streifzüge im Lande.

Es war zu der Zeit, wo vornehme Leute die alten Rouenner Teller sammelten. Der Notar besaß einige und kam daher in den Ruf eines Künstlers, was ihm in seinem Beruf schaden konnte; doch suchte er das durch ernste Seiten wieder wettzumachen.

Als er erfuhr, daß Bouvard und Pécuchet die Suppenschüssel erworben hatten, ging er zu ihnen, um ihnen einen Tausch vorzuschlagen.

Pécuchet beschied ihn abschlägig.

„Sprechen wir nicht weiter davon!“ und Marescot besichtigte ihre Keramiken.

Die sämtlichen an den Wänden aufgehangenen Stücke waren blau auf einem schmutzig-weißen Grunde, und einige zeigten ein Füllhorn in grünen und rötlichen Tönen, Barbierbecken, Teller, Untertassen, Gegenstände, auf die man lange Jagd gemacht und die man auf der Brust in den Falten des Rockes heimgetragen hatte.

Marescot rühmte sie, sprach von anderen Fayencen, spanisch-arabischen, holländischen, englischen, italienischen; und nachdem er sie durch seine Kenntnisse geblendet hatte: „Wenn ich Ihre Suppenschüssel noch mal ansähe?“