Der Akademiker wurde ärgerlich, antwortete nicht mehr; — und sie waren recht froh darüber, so sehr langweilten die Druiden sie.

Wenn sie nicht wußten, woran sie sich hinsichtlich der Töpferkunst und des Keltizismus halten sollten, so lag das an ihrer Unkenntnis der Geschichte, besonders der Geschichte von Frankreich.

Das Werk von Anquetil befand sich in ihrer Bibliothek; doch die Reihe der tatenlosen Könige belustigte sie sehr wenig. Die Ruchlosigkeit der Hausmeier empörte sie keineswegs, — und sie legten Anquetil fort, abgestoßen durch die Abgeschmacktheit seiner Betrachtungen.

Da fragten sie bei Dumouchel an, „welches die beste Geschichte Frankreichs sei?“

Dumouchel nahm auf ihren Namen ein Abonnement in einer Leihbibliothek und sandte ihnen die Briefe Augustin Thierrys zusammen mit zwei Bänden des Herrn von Genoude.

Das Königtum, die Religion, die Nationalversammlungen, das waren diesem Schriftsteller zufolge „die Grundlagen“ der französischen Nation, Grundlagen, die auf die Merovinger zurückgehen. Die Karolinger haben ihnen Abbruch getan. Die Kapetinger, im Einvernehmen mit dem Volke, bemühten sich, sie aufrechtzuerhalten. Unter Ludwig XIII. wurde die absolute Herrschaft aufgerichtet, um den Protestantismus zu besiegen, das letzte Aufraffen des Feudalismus — und 89 ist nur eine Rückkehr zur Verfassung unserer Ahnen.

Pécuchet bewunderte diese Gedanken.

Sie erregten Bouvards Mitleid, der Augustin Thierry zuerst gelesen hatte:

„Was schwatzest du mir da von deiner französischen Nation, da kein Frankreich, noch eine Nationalversammlung bestand! Und die Karolinger haben sich nichts widerrechtlich angeeignet! Und die Könige haben die Kommunen nicht befreit! Lies selbst!“

Pécuchet ergab sich vor der augenscheinlichen Wahrheit und übertraf Bouvard bald an wissenschaftlicher Strenge! Er würde sich ehrlos vorgekommen sein, wenn er „Charlemagne“ und nicht „Karl le Grand“, „Clovis“ anstatt „Clodowig“ gesagt hätte.