„Nichts ist mir lieber! Doch welche?“

„In der Tat, welche?“

Bouvard hatte sich gesetzt, Pécuchet ging im Museum auf und ab, als sein Blick auf den Buttertopf fiel, und plötzlich stehen bleibend, sagte er:

„Wenn wir das Leben des Herzogs von Angoulême schrieben?“

„Aber das war ein Einfaltspinsel,“ erwiderte Bouvard.

„Das macht nichts! Die Nebenpersonen haben zuweilen einen ungeheuren Einfluß, und dieser hielt vielleicht das Steuer der Dinge in den Händen.“

Die Bücher würden ihnen die nötigen Aufschlüsse geben, und Herr von Faverges hatte deren ohne Zweifel selbst oder konnte solche durch Vermittlung ihm befreundeter alter Edelleute erhalten.

Sie sannen über dieses Vorhaben nach, besprachen es und beschlossen schließlich, vierzehn Tage auf der Gemeindebibliothek von Caen zu verbringen, um dort Nachforschungen anzustellen.

Der Bibliothekar stellte ihnen allgemeine Geschichtswerke und Broschüren zur Verfügung, nebst einer bunten Lithographie, welche Seine Hoheit den Herrn Herzog von Angoulême als Kniebild darstellte.

Das blaue Tuch seiner Uniform verschwand unter den Epauletten, den Ordenssternen und dem großen roten Band der Ehrenlegion. Ein äußerst hoher Kragen umschloß seinen langen Hals. Sein birnenförmiger Kopf war von den Löckchen seines Haupthaars und seines dünnen Backenbartes umrahmt, und schwere Augenlider, eine sehr starke Nase und dicke Lippen gaben seinem Gesicht den Ausdruck unbedeutender Güte.