„Als Beweis das Zeugnis der Massen anführen, schlechte Beweise; sie sind nicht da, wenn es gilt, Rede und Antwort zu stehen.

Alles Unmögliche verwerfen. Man zeigte Pausanias den Stein, den Saturn verschlungen hatte.

Die Architektur kann lügen; Beispiel: der Bogen des Forums, auf dem Titus der erste Besieger Jerusalems genannt wird, das vor ihm von Pompejus erobert wurde.

Die Münzen täuschen zuweilen. Unter Karl IX. prägte man Geld mit dem Stempel Heinrichs II.

Ziehen Sie die Gewandtheit der Fälscher, das Interesse der Verteidiger und Schmäher in Rechnung.“

Wenige Geschichtschreiber haben nach diesen Regeln gearbeitet, sondern alle in Hinsicht auf einen besonderen Fall, eine Religion, eine Nation, eine Partei, ein System, oder um die Könige zu tadeln, das Volk zu beraten, Beispiele von Sittlichkeit aufzustellen.

Die anderen, welche darauf Anspruch machen, nur zu erzählen, stehen nicht höher; denn man kann nicht alles sagen, es ist eine Auswahl nötig. Doch bei der Wahl der Dokumente wird ein gewisser Geist obsiegen, — und da er wechselt den Verhältnissen des Schriftstellers entsprechend, so wird die Geschichte zu keinem sicheren Ergebnis kommen.

„Das ist traurig,“ dachten sie.

Indessen könnte man einen Gegenstand wählen, die Quellen erschöpfend durcharbeiten, sie genau analysieren, dann das Ganze zu einer Erzählung verdichten, die gleichsam ein Abriß der Dinge wäre und die volle Wahrheit widerspiegelte. Ein solches Werk schien Pécuchet ausführbar.

„Sollen wir nicht versuchen, eine Geschichte zu schreiben?“