Und sie notierten am Rande: „Den Liebeleien des Fürsten nachspüren!“
Als sie gehen wollten, kam dem Bibliothekar ein neuer Gedanke, und er zeigte ihnen ein zweites Porträt des Herzogs von Angoulême.
Auf diesem war er als Kürassier-Oberst von der Seite dargestellt mit noch kleinerem Auge, offenem Munde und straffem, flatterndem Haar.
Wie diese beiden Porträts miteinander vereinigen? Hatte er glattes oder krauses Haar, vorausgesetzt, daß er die Eitelkeit nicht so weit trieb, es sich brennen zu lassen?
Eine Frage von Wichtigkeit, wie Pécuchet meinte, denn das Haar gibt das Temperament, das Temperament das Individuum.
Bouvard dachte, daß man nichts über einen Mann weiß, solange man seine Leidenschaften nicht kennt, und um diese beiden Punkte aufzuhellen, gingen sie zum Schloß von Faverges. Der Graf war nicht anwesend, das verzögerte die Fertigstellung ihres Werkes. Sie kehrten ärgerlich nach Hause zurück.
Die Tür des Hauses stand weit offen; in der Küche niemand. Sie stiegen die Treppe empor; und was erblickten sie in Bouvards Zimmer? Frau Bordin, die nach rechts und links schaute:
„Verzeihen Sie,“ sagte sie, sich zu einem Lachen zwingend. „Seit einer Stunde suche ich Ihre Köchin, ich muß sie wegen meiner Konfitüren sprechen.“
Sie fanden sie tief eingeschlummert auf einem Stuhle im Holzstall. Man schüttelte sie wach. Sie schlug die Augen auf.
„Was gibt es wieder? Immer plagen Sie mich mit Ihren Fragen!“