Die Ronden wurden weiter im Lande ausgedehnt.
Panische Schrecken stellten sich ein vor dem Schatten eines Heuhaufens oder den Formen der Bäume: einmal ergriffen sämtliche Nationalgardisten die Flucht. Im Mondenschein hatten sie in einem Apfelbaum einen Mann mit einer Flinte wahrgenommen, der auf sie angelegt hatte.
Als ein anderes Mal die Patrouille in finsterer Nacht in der Buchenallee Halt gemacht hatte, hörte sie jemanden vor sich.
„Wer da?“
Keine Antwort.
Man ließ den Kerl seinen Weg fortsetzen, indem man ihm in einiger Entfernung folgte, denn er konnte eine Pistole oder einen Totschläger bei sich haben; doch als man im Dorfe im Bereich der Hilfe war, stürzten sich die zwölf Mann des Halbzuges alle zugleich auf ihn und schrien: „Ihre Papiere!“ Sie schimpften ihn aus, überhäuften ihn mit Schmähungen. Auf der Wache war niemand anwesend. Man schleppte ihn dorthin, — und beim Scheine der Kerze, die auf dem Ofen brannte, erkannte man schließlich Gorju.
Ein elender Lastingpaletot krachte um seine Schultern. Seine Zehen guckten durch die Löcher seiner Stiefel. Sein Gesicht blutete von Schrammen und Quetschungen. Er war erstaunlich mager geworden und rollte die Augen wie ein Wolf.
Foureau, der schnell herbeigeeilt war, fragte ihn, wie er in die Buchenallee gekommen sei, zu welchem Zwecke er nach Chavignolles zurückgekommen sei, worauf er die letzten sechs Wochen seine Zeit verwandt habe.
Das ginge sie nichts an. Er sei frei.
Placquevent durchsuchte ihn nach Patronen. Man setzte ihn vorläufig fest.