Seine Ermahnungen waren vergeblich; — und in seinem Dünkel und seiner Anmaßung machte er sich ans Stelzenlaufen.
Die Natur schien ihn hierzu bestimmt zu haben, denn er nahm sogleich das große Modell, das die Trittklötze vier Fuß über dem Boden hat, — und sich im Gleichgewicht darauf haltend durchmaß er den Garten in großen Schritten, einem riesigen daherspazierenden Storch ähnlich.
Bouvard sah ihn vom Fenster aus schwanken, dann wie einen Sack auf die Bohnen niederstürzen, deren Stangen zerbrachen und seinen Sturz abschwächten. Man hob ihn auf; er war mit Erde bedeckt, seine Nase blutete, er war leichenblaß, — und er glaubte, sich einen Bruch zugezogen zu haben.
Sicherlich, das Turnen paßte nicht für Leute ihres Alters; sie gaben es auf, wagten aus Furcht vor Unfällen sich nicht mehr zu bewegen, und sie saßen den lieben langen Tag über in ihrem Museum, auf anderen Zeitvertreib sinnend.
Dieser Wechsel in ihren Gewohnheiten wirkte auf Bouvards Gesundheit ein. Er wurde schwerfällig, prustete nach den Mahlzeiten wie ein Pottfisch, wollte mager werden, aß weniger, und seine Kräfte nahmen ab.
Auch Pécuchet hielt seine Gesundheit für „untergraben“, hatte Hautjucken und rote Stellen im Rachen. „Es will nicht mehr,“ sagte er, „es will nicht mehr.“
Bouvard kam auf den Gedanken, ins Wirtshaus zu gehen und einige Flaschen spanischen Wein auszusuchen, um seine Maschine wieder in Gang zu setzen.
Als er wieder herauskam, brachten Marescots Notariatsgehilfe und drei Leute Beljambe einen großen Tisch aus Nußbaumholz; „ihr Herr“ ließe ihm bestens dafür danken. Der Tisch habe sich ausgezeichnet bewährt.
Bouvard hörte auf diese Weise von der neuen Mode des Tischrückens. Er zog den Gehilfen damit auf.