Pécuchet klopfte schneller auf die gläsernen Plättchen, und das Instrument erzitterte, und der arme Mann heulte, als der Arzt erschien, durch den Lärm herbeigelockt.

„Wie, wieder Sie?“ rief er, wütend, sie immer bei seinen Kranken zu finden.

Sie erklärten ihr magnetisches Mittel. Da wetterte er gegen den Magnetismus, diesen Wust von Spielerei, dessen Wirkungen auf Einbildung beruhten.

Man kann indessen auch Tiere magnetisieren. Montacabère bestätigt es, und Herrn Fontaine ist es gelungen, eine Löwin zu magnetisieren. Sie hatten keine Löwin, aber der Zufall bot ihnen ein anderes Tier.

Denn am folgenden Tage um sechs Uhr morgens kam ein Ackerknecht, um ihnen zu bestellen, daß man ihrer auf dem Pachthofe wegen einer in Lebensgefahr schwebenden Kuh bedürfe.

Sie eilten hin.

Die Apfelbäume standen in Blüte, und das Gras im Hof dampfte in der aufgehenden Sonne. Am Rande des Teiches brüllte, halb mit einem Tuche bedeckt, eine Kuh. Sie zitterte unter den Eimern Wassers, die man ihr über den Leib goß, und unförmig aufgetrieben, glich sie einem Nilpferd.

Ohne Zweifel hatte sie „Gift“ gefressen, während sie im Klee weidete. Vater und Mutter Gouy waren untröstlich, denn der Tierarzt konnte nicht kommen, und ein Stellmacher, der Anschwellungen besprechen konnte, wollte sich nicht herbemühen; doch die Herren, die ja eine berühmte Bibliothek besäßen, wüßten jedenfalls ein Geheimmittel.

Nachdem sie ihre Ärmel aufgestreift hatten, stellte sich der eine vor die Hörner, der andere an das Kreuz, und mit gewaltigen Willensanstrengungen und wahnsinnigen Gebärden spreizten sie die Finger, um über das Tier Ströme des Fluidums auszugießen, während der Pächter, seine Gattin, ihr Knabe und die Nachbarn ihnen fast entsetzt zuschauten.

Knurren, das man im Bauche des Tieres hörte, verursachte Blähungen tief in den Eingeweiden. Die Kuh gab einen Wind von sich. Da sagte Pécuchet: