„Das ist ein Tor, das sich der Hoffnung öffnet, vielleicht eine Entladung.“
Die Entladung ging vor sich, die Hoffnung spritzte in einem Haufen gelber Masse heraus, die mit der Gewalt einer Granate hervorplatzte. Die Herzen wurden leichter, die Kuh nahm an Umfang ab. Eine Stunde später hatte sie wieder ihr gewöhnliches Aussehen.
Das war gewiß nicht die Wirkung der Einbildungskraft. Also enthält dieses Fluidum eine besondere Kraft. Sie läßt sich in Gegenstände einschließen, aus denen man sie hervorholen kann, ohne daß sie sich verringert. Ein solches Hilfsmittel erspart Wege. Sie nahmen es in Gebrauch, und sie sandten ihren Kunden magnetisierte Münzen, magnetisierte Taschentücher, magnetisiertes Wasser, magnetisiertes Brot.
Als sie dann ihre Studien fortsetzten, gaben sie das Bestreichen zugunsten des Systems von Puységur auf, der den Magnetiseur durch einen alten Baum ersetzt, um dessen Stamm sich ein Strick schlingt.
Ein Birnbaum in ihrem Obsthof schien ihnen wie dazu geschaffen. Sie reparierten ihn, indem sie ihn zu wiederholten Malen fest umfaßten. Eine Bank wurde darunter gesetzt. Ihre Stammgäste reihten sich darauf, und sie erzielten so wunderbare Resultate, daß sie Vaucorbeil, um ihn hineinzulegen, mit den Honoratioren des Landes zu einer Sitzung einluden.
Nicht einer fehlte.
Germaine empfing sie in dem kleinen Saal, indem sie bat, „entschuldigen zu wollen“, ihre Herren würden gleich kommen.
Von Zeit zu Zeit hörte man es klingeln. Es waren die Kranken, die sie in einen anderen Raum führte. Die Eingeladenen stießen sich mit den Ellbogen an, um einander auf die staubigen Fenster, die Flecken auf dem Getäfel, auf den abblätternden Anstrich aufmerksam zu machen; und der Garten sah jämmerlich aus. Überall abgestorbenes Holz! Zwei Stöcke vor der Mauerbresche versperrten den Eingang zum Obstgarten.
Pécuchet erschien!
„Zu Ihren Diensten, meine Herren!“