„Ich nehme ein Fluidum an,“ erwiderte Bouvard.
„Nervoso-sideral,“ fügte Pécuchet hinzu.
„Aber beweisen Sie es! Zeigen Sie es! Ihr Fluidum! Übrigens sind die Fluida aus der Mode gekommen; hören Sie mich an.“
Vaucorbeil schritt weiter, um in den Schatten zu kommen. Die wackeren Spießbürger folgten ihm.
„Wenn Sie zu einem Kinde sagen: ‚Ich bin ein Wolf, ich werde dich fressen,‘ so bildet es sich ein, Sie seien ein Wolf, und es bekommt Angst; es handelt sich also um einen Traum, der durch Worte anbefohlen ist. Ebenso nimmt der Somnambule alle beliebigen Phantastereien auf. Er erinnert sich und denkt nicht, gehorcht stets und hat nur Empfindungen, wenn er zu denken glaubt. Auf diese Weise sind Verbrechen suggeriert, und tugendsame Leute können sich in wilde Tiere verwandelt sehen und zu Menschenfressern werden.“
Man blickte Bouvard und Pécuchet an. Ihre Wissenschaft barg Gefahren für die Gesellschaft.
Marescots Gehilfe erschien wieder im Garten, einen Brief von Frau Vaucorbeil schwenkend.
Der Doktor erbrach ihn, wurde blaß und las schließlich die Worte:
„Ich nähe Bänder an einen Strohhut.“