Eine vorbereitende Lebensweise war unerläßlich.
Um besser in Ekstase zu geraten, machten sie die Nacht zum Tage, fasteten, und da sie aus Germaine ein empfindlicheres Medium machen wollten, teilten sie ihr ihre Nahrung genau zu. Sie entschädigte sich am Getränk und nahm so viel Branntwein zu sich, daß sie bald vollständig veralkoholisiert war. Wenn sie durch den Gang gingen, wurde Germaine wach. Sie verwechselte das Geräusch ihrer Schritte mit ihrem Ohrensausen und den eingebildeten Stimmen, die sie aus den Wänden hervorkommen hörte. Eines Tages, als sie morgens eine Butte in den Keller gebracht hatte, bekam sie Angst, als sie den Fisch ganz mit Feuer bedeckt sah, befand sich von da an schlechter und glaubte schließlich, sie sei verhext.
In der Hoffnung, Visionen zu bekommen, drückten sie sich gegenseitig den Nacken, machten sich Säckchen aus Belladonna, nahmen die Zauberdose in Gebrauch: eine kleine Dose, aus der ein von Nägeln starrender Pilz hervorkommt, und die man vermittels eines um die Brust befestigten Bandes auf dem Herzen trägt. Alles schlug fehl; doch sie konnten mit dem Kreis Dupotets einen Versuch machen.
Pécuchet schmierte mit Kohle eine schwarze Rundung auf den Boden, um die Lebensgeister hineinzuschließen, welchen die Luftgeister helfen sollten, und glücklich, Bouvard in seiner Gewalt zu haben, sagte er mit priesterlicher Miene zu ihm:
„Ich wette, daß du nicht hinüberkommst!“
Bouvard betrachtete diese runde Stelle. Bald klopfte sein Herz, seine Augen trübten sich.
„Ach! machen wir ein Ende!“
Und er sprang hinüber, um einem unbeschreiblichen Gefühl des Mißbehagens zu entgehen.
Pécuchet, dessen Begeisterung im Wachsen war, wollte einen Toten erscheinen lassen.
Unter dem Direktorium zeigte ein Mann, Rue de l’Echiquier, die Opfer der Schreckensherrschaft. Die Beispiele von Gespenstererscheinungen sind zahllos. Ob das ein Schein sei, was tut das! es kommt darauf an, ihn zu erzeugen.