Er ging zum Zeugnis aus dem Gewissen, zur Überlieferung der Völker, zur Notwendigkeit eines Schöpfers über.

„Wenn ich eine Uhr sehe...“

„Ja! ja! kennen wir! doch wo ist der Vater des Uhrmachers?“

„Es muß doch eine Ursache vorhanden sein!“

Bouvard setzte Zweifel in die Kausalität. „Daraus, daß eine Erscheinung auf die andere folgt, schließt man, daß sie deren Folge ist. Beweise es!“

„Doch der Anblick des Weltalls läßt eine Absicht, einen Plan erkennen.“

„Wieso? Das Übel ist gerade so vollkommen organisiert wie das Gute. Der Wurm, der im Kopfe des Hammels entsteht und seinen Tod verursacht, hat, anatomisch genommen, denselben Wert wie der Hammel. Die Monstruositäten sind den normalen Bildungen überlegen. Der menschliche Körper könnte besser eingerichtet sein. Drei Viertel des Erdballs sind unfruchtbar. Der Mond, diese große Leuchte, zeigt sich nicht immer. Glaubst du, daß der Ozean für die Schiffe und das Holz der Bäume zur Heizung unserer Häuser bestimmt sei?“

Pécuchet antwortete:

„Indessen ist der Magen zum Verdauen da, das Bein zum Gehen, das Auge zum Sehen, wenn es auch Verdauungsschwäche, Brüche und grauen Star gibt. Keine Anordnungen ohne Zweck! Die Wirkungen zeigen sich gleich oder später. Alles beruht auf Gesetzen. Also gibt es Endursachen.“

Bouvard dachte, Spinoza könne ihm vielleicht Argumente liefern, und er bat Dumouchel um die Übersetzung von Saisset.