Und er versank in Schweigen, denn er war in eine Sackgasse geraten, eine Folge der Prämissen, die er selbst aufgestellt hatte. Es war für ihn wie eine Überraschung, wie ein vernichtender Stoß.

Bouvard glaubte nicht einmal mehr an die Materie.

Die Gewißheit, daß nichts existiert (so jammervoll sie auch ist), ist darum nicht weniger eine Gewißheit. Wenige Menschen sind fähig, sie zu ertragen. Diese geistige Überlegenheit erfüllte sie mit Stolz, und sie hätten sie öffentlich bekunden mögen: eine Gelegenheit bot sich.

Als sie eines Morgens Tabak holten, sahen sie eine Menschenansammlung vor Langlois’ Tür. Man umringte die Post von Falaise, und man sprach von Touache, einem Sträfling, der in der Gegend vagabundierte. Der Wagenführer hatte ihn bei Croix-Verte zwischen zwei Gendarmen getroffen, und die Einwohner von Chavignolles stießen einen Seufzer der Erleichterung aus.

Girbal und der Hauptmann blieben auf dem Platze; dann kam der Friedensrichter, der neugierig war, etwas zu erfahren, und Herr Marescot in Samtbarett und schafledernen Pantoffeln.

Langlois lud sie ein, seinen Laden mit ihrer Gegenwart zu beehren. Sie würden es dort gemütlicher haben, und trotz der Kunden und des Geräusches der Klingel fuhren die Herren fort, die Schandtaten des Touache zu besprechen.

„Lieber Gott!“ sagte Bouvard, „er hatte schlechte Triebe, das erklärt alles!“

„Man bezwingt sie durch die Tugend,“ erwiderte der Notar.

„Aber wenn man keine Tugend hat?“