Er setzte sich wieder, legte die Arme übereinander. „Sie sind ein ganz gemeiner Schurke, das ist sicher!“
„Keine Beleidigungen, Herr Barberou; da sind Zeugen; seien Sie vorsichtig!“
„Ich werde Sie verklagen!“
„Ach, Unsinn!“ Nachdem Gouttman dann seine Brieftasche zugeschnallt hatte, lüpfte er seinen Hut: „Auf Wiedersehen!“ Und er ging hinaus.
Barberou erklärte den Tatbestand: für eine Forderung Gouttmans von tausend Franken, die sich infolge wucherischer Machenschaften verdoppelt hatte, habe er diesem für dreitausend Franken Wein geliefert. Damit sollten ihm nach Deckung seiner Schuld noch tausend Franken Überschuß verbleiben; statt dessen schuldete er dreitausend. Seine Chefs würden ihn entlassen, man würde ihn verklagen, „Lump! Räuber! dreckiger Jude! und der Kerl ißt in den Pfarrhäusern zu Mittag! Übrigens, alles was mit den Pfaffen in Berührung kommt...!“ Er schimpfte auf die Priester und schlug so heftig auf den Tisch, daß die Statuette beinahe umgefallen wäre.
„Sachte!“ sagte Bouvard.
„Sieh da, was ist das?“ Und nachdem er die kleine Jungfrau von ihrer Hülle befreit hatte: „Ein Kinkerlitzchen vom Wallfahrtsmarkt! Gehört das Ihnen?“
Anstatt zu antworten, lächelte Bouvard in zweideutiger Weise.
„Es gehört mir!“ sagte Pécuchet.
„Sie betrüben mich,“ erwiderte Barberou, „doch darüber sollen Sie das Nötige von mir erfahren, seien Sie unbesorgt!“ Und da man Philosoph sein soll und die Traurigkeit zu nichts nützt, lud er sie zum Frühstück ein.