Die drei setzten sich zum Essen nieder.
Barberou war liebenswürdig, gedachte der alten Zeit, faßte das bedienende Mädchen um die Taille, wollte Bouvards Bauch messen. Er wolle sie bald besuchen und ihnen ein spaßiges Buch mitbringen.
Der Gedanke an seinen Besuch machte ihnen mittelmäßige Freude. Sie plauderten eine Stunde lang darüber im Wagen beim Trab der Pferde. Dann schloß Pécuchet die Augen. Auch Bouvard schwieg. Innerlich neigte er der Religion zu.
Herr Marescot war am Abend vorher dagewesen, um ihnen eine wichtige Mitteilung zu machen. — Weiter konnte Marcel nichts sagen.
Der Notar konnte sie erst drei Tage später bei sich sehen; — und sogleich legte er die Angelegenheit dar. Frau Bordin schlug Herrn Bouvard vor, ihm den Gutshof für eine Rente von siebentausend fünfhundert Franken abzukaufen.
Seit ihrer Jugend betrachtete sie ihn mit gierigen Augen, kannte die angrenzenden Grundstücke, seine Nachteile und Vorzüge; und dieser Wunsch war wie ein Krebs, der sie verzehrte. Denn die gute Frau liebte als wahre Normännin das „Gut“ über alles, weniger wegen der Sicherheit der Kapitalsanlage als um des Glückes willen, den ihr gehörigen Boden unter den Füßen zu fühlen. In der Hoffnung auf diesen da hatte sie Feststellungen gemacht, eine tägliche Überwachung ausgeführt, lange Zeit gespart, und sie erwartete mit Ungeduld Bouvards Antwort.
Er kam in Verlegenheit, denn er wollte nicht, daß Pécuchet eines Tages mittellos sei; doch man mußte die Gelegenheit ergreifen, — die eine Wirkung der Wallfahrt war. — Die Vorsehung zeigte sich ihnen zum zweiten Male günstig.
Sie machten ein Angebot unter folgenden Bedingungen: die Rente, die nicht siebentausend fünfhundert, sondern sechstausend betragen sollte, müsse auf den Überlebenden übergehen. Marescot wies darauf hin, daß der eine von schwacher Gesundheit sei. Die Anlagen des andern machten ihn für Schlagfluß empfänglich, und Frau Bordin, von ihrer Leidenschaft hingerissen, unterzeichnete den Kontrakt.
Bouvard wurde melancholisch davon. Jemand wünschte seinen Tod, und diese Überlegung gab ihm ernste Gedanken, Gedanken von Gott und Ewigkeit.
Drei Tage darauf lud sie Herr Jeufroy zu einem Festmahl ein, das er jährlich einmal seinen Amtsbrüdern gab.