„Lassen Sie uns anbeten, ohne zu begreifen,“ sagte der Pfarrer.

„Schön,“ sagte Bouvard.

Er hatte Furcht, für gottlos zu gelten, im Schlosse mit bösen Augen angesehen zu werden.

Sie gingen jetzt dreimal in der Woche gegen fünf im Winter dorthin, und die Tasse Tee erwärmte sie angenehm. Der Herr Graf erinnerte durch seine Manieren „an den Chic des ehemaligen Hofes“; die Gräfin, die friedfertig und fett war, zeigte auf allen Gebieten große Urteilsfähigkeit. Fräulein Yolande, ihre Tochter, war der vollkommene „Typus des jungen Mädchens“, der Engel der Keepsakes, und Frau von Noares, ihre Gesellschafterin, ähnelte Pécuchet, denn sie hatte dessen spitze Nase.

Als sie zum erstenmal in den Salon traten, verteidigte Frau von Noares jemand.

„Ich versichere Ihnen, er ist verwandelt; sein Geschenk beweist es.“

Dieser jemand war Gorju. Er hatte soeben den zukünftigen Ehegatten einen gotischen Betstuhl überreicht. Man brachte ihn herbei. Die Wappen der beiden Familien prangten darauf in farbigem Relief. Herr von Mahurot schien davon befriedigt, und Frau von Noares sagte zu ihm:

„Werden Sie sich meines Schützlings erinnern?“

Dann brachte sie zwei Kinder herbei, einen Knaben von etwa zwölf Jahren und seine Schwester, die vielleicht zehn Jahre alt war. Durch die Löcher ihrer Lumpen sahen ihre von Kälte geröteten Glieder. Der Knabe trug alte Pantoffeln an den Füßen, das Mädchen hatte nur noch einen Holzschuh. Ihre Stirnen verschwanden unter ihrem Haar, und sie blickten mit brennenden Augen um sich wie junge, verängstigte Wölfe.

Frau von Noares erzählte, sie habe die Kinder am Morgen auf der Landstraße getroffen. Placquevent wußte nichts Genaueres über sie.