Er ließ kein einziges von den Schweinen schlachten und stopfte sie mit gesalzenem Hafer. Bald wurde der Schweinestall zu eng. Sie versperrten den Hof, stießen die Einfriedigungen ein, bissen die Leute.

Während der großen Hitze wurden fünfundzwanzig Hammel von der Drehkrankheit befallen und krepierten bald darauf.

In derselben Woche verendeten drei Ochsen, eine Folge der Aderlässe Bouvards.

Um die Engerlinge zu vernichten, kam er auf den Gedanken, die Hühner in einen rollenden Käfig zu sperren, den zwei Männer hinter dem Pflug herschoben; — was nicht verfehlte, den Tieren die Pfoten zu zerbrechen.

Er stellte Bier aus den Blättern des Gamander her und gab es den Schnittern an Stelle von Most. Erkrankungen der Eingeweide waren die Folge. Die Kinder weinten, die Frauen wimmerten, die Männer waren wütend. Sie drohten alle fortzugehen, und Bouvard gab nach.

Um sie jedoch von der Unschädlichkeit seines Getränkes zu überzeugen, trank er in ihrer Gegenwart mehrere Flaschen herunter, fühlte sich unwohl, verbarg aber seine Schmerzen unter einer lustigen Miene. Er ließ sich das Gebräu sogar ins Haus bringen. Am Abend trank er mit Pécuchet davon, und beide gaben sich Mühe, es gut zu finden. Übrigens durfte es nicht ungenützt verloren gehen.

Da Bouvards Kolik immer heftiger wurde, holte Germaine den Arzt.

Der Arzt war ein ernster Mann mit gewölbter Stirn, der damit anfing, seinen Patienten Furcht einzujagen. Die Cholerine des Herrn müsse von dem Bier herrühren, von dem man im ganzen Orte sprach. Er wollte die Zusammensetzung wissen und tadelte sie in wissenschaftlichen Ausdrücken, wobei er die Achseln zuckte. Pécuchet, der das Rezept geliefert hatte, war tief gedemütigt.

Trotz der verderblichen Kalkdüngung, der Ersparnis der zweiten Bearbeitung und der unzeitgemäßen Ausrodung hatte Bouvard im folgenden Jahre eine schöne Weizenernte vor sich. Er wollte sie durch Gärung nach dem System Clap-Mayer auf holländische Art trocknen lassen; — das heißt, er ließ sie auf einmal schneiden und in große Haufen zusammenlegen, die man auseinanderreißen würde, sobald das Gas zu entweichen begänne; dann sollten sie der freien Luft ausgesetzt werden; — darauf zog er sich ohne die geringste Besorgnis zurück.

Als sie am Tage darauf beim Essen saßen, hörten sie unter dem Buchengang Trommelwirbel. Germaine ging, um zu sehen, was es gab; doch der Mann war schon weit. Fast gleichzeitig begann die Glocke der Kirche heftig zu läuten.