Pécuchet erklärte das auf andere Weise.
„Der Monotheismus kommt von den Hebräern, die Dreieinigkeit von den Indern, der Logos gehört Plato und die jungfräuliche Mutter Asien.“
Gleichviel! Herr Jeufroy hielt am Übernatürlichen fest, wollte nicht zugeben, daß das Christentum den geringsten menschlichen Daseinsgrund habe, obgleich er bei allen Völkern Vorboten oder Entstellungen desselben sah. Die spottsüchtige Gottlosigkeit des achtzehnten Jahrhunderts, die hätte er geduldet; doch die moderne Kritik mit ihrer Höflichkeit brachte ihn außer sich.
„Mir ist ein lästernder Atheist lieber als ein spitzfindiger Skeptiker!“
Dann blickte er sie in herausfordernder Weise an, als wenn er sie verabschieden wolle.
Pécuchet ging in melancholischer Stimmung nach Hause. Er hatte darauf gehofft, Glauben und Vernunft in Einklang zu bringen.
Bouvard gab ihm diese Stelle aus Louis Hervieu zu lesen:
„Um den trennenden Abgrund zu ermessen, stelle man ihre Axiome einander gegenüber:
Die Vernunft sagt euch: Das Ganze umschließt den Teil; und der Glaube antwortet euch: Durch die Transsubstantiation hatte Jesus, während er mit seinen Jüngern das Abendmahl aß, seinen Körper in der Hand und sein Haupt im Munde.“
„Die Vernunft sagt euch: Man ist nicht verantwortlich für anderer Verbrechen; und der Glaube antwortet: Durch die Erbsünde.“