Der Deckel des Topfes sprang ab, als wäre eine Granate geplatzt. Ein graues Etwas sauste bis zur Decke empor, drehte sich dann wie rasend um die eigene Achse und stieß dabei ein schreckliches Geheul aus.

Man erkannte die Katze, die ganz eingefallen und haarlos war. Ihr Schwanz glich einem Seil, und die Augen standen ihr riesengroß aus dem Kopfe hervor. Sie waren milchfarbig, wie entleert, und sandten doch Blicke.

Das entsetzliche Tier heulte immer noch, sprang in den Kamin, verschwand und fiel dann als leblose Masse in die Asche.

Es war Viktor, der diese Scheußlichkeit begangen hatte, und die beiden Biedermänner zogen sich bleich vor Entsetzen und Schauder zurück. Auf die Vorwürfe, die man ihm machte, antwortete er wie der Feldhüter hinsichtlich seines Sohnes und wie der Pächter in betreff seines Pferdes:

„Was denn! Sie gehört doch mir.“ Er sagte es ungeniert, wie selbstverständlich und mit der Ruhe eines befriedigten Triebes.

Das kochende Wasser des Topfes war auf dem Boden umhergespritzt; Pfannen, Feuerzange und Leuchter lagen auf den Fliesen.

Es dauerte einige Zeit, bis Marcel die Küche gesäubert hatte, und seine Herren und er verscharrten die arme Katze im Garten unter der Pagode.

Dann sprachen Bouvard und Pécuchet eingehend miteinander über Viktor. Das väterliche Blut schlug durch. Was tun? Ihn Herrn von Faverges zurückgeben oder ihn anderen anvertrauen, wäre ein Eingeständnis ihrer Unfähigkeit gewesen. Vielleicht würde er sich bessern.

Gleichviel! Die Hoffnung war zweifelhaft; die Liebe war verschwunden. Wie schön wäre es jedoch gewesen, an seiner Seite einen Jüngling zu haben, der nach unseren Gedanken fragt, dessen Fortschritte man beobachtet, der später zu einem Bruder wird; doch Viktor fehlte es an Klugheit und noch mehr an Herz! Und Pécuchet, der sein eines Knie mit beiden Händen umspannt hielt, seufzte.

„Die Schwester taugt ebensowenig,“ sagte Bouvard.