„Wenn wir uns wieder an die Chemie machten, wäre es auch nur, um das Laboratorium zu benutzen.“

Bouvard erhob Einwendungen, und er glaubte sich zu erinnern, daß man für den Gebrauch in heißen Ländern künstliche Leichname herstelle.

Barberou, dem er schrieb, gab ihm Auskunft darüber. Für zehn Franken im Monat konnte man einen dieser Kerle des Herrn Auzoux haben, und in der folgenden Woche setzte der Bote von Falaise eine längliche Kiste vor ihrem Gittertor nieder.

Ganz erregt beförderten sie sie ins Waschhaus. Als die Nägel aus den Brettern gezogen waren, fiel das Stroh ab, Hüllen aus Seidenpapier glitten herab, die Gliederpuppe lag vor ihnen.

Sie war ziegelrot, ohne Haar, ohne Haut, mit unzähligen blauen, roten und weißen Linien, die ihr ein buntes Aussehen gaben. Das ähnelte keineswegs einem Leichnam, sondern einer Art von sehr häßlichem, sehr sauberem Spielzeug, das nach Lack roch.

Dann nahmen sie die Brust ab, und sie bemerkten die beiden Lungen, die zwei Schwämmen glichen; ferner das Herz, das wie ein großes Ei aussah, ein wenig zur Seite nach hinten; das Zwerchfell, die Nieren, die ganze Masse der Eingeweide.

„An die Arbeit!“ sagte Pécuchet.

Der Tag und der Abend gingen damit hin.

Sie hatten Kittel angelegt, wie die Studenten der Medizin in den Seziersälen, und beim Scheine von drei Kerzen arbeiteten sie mit ihren Pappstücken, als ein Faustschlag die Tür erschütterte. „Machen Sie auf!“

Es war Herr Foureau in Begleitung des Feldhüters.