Pécuchet machte dem Arzt ein Kompliment.
„Das muß ein interessantes Studium sein, die Anatomie.“
Herr Vaucorbeil erging sich über den Reiz, den das Sezieren einst für ihn gehabt hatte; und Bouvard fragte, welche Beziehungen zwischen dem Innern der Frau und dem des Mannes beständen.
Um ihre Neugierde zu befriedigen, entnahm der Arzt seinem Büchervorrat einen Band anatomischer Tafeln.
„Nehmen Sie sie mit! Sie werden sie zu Hause mit mehr Muße betrachten!“
Das Skelett setzte sie durch den hervorstehenden Unterkiefer, die Höhlen der Augen und die erschreckende Länge seiner Hände in Verwunderung. — Ein erklärendes Werk fehlte ihnen; sie begaben sich wieder zu Herrn Vaucorbeil, und dank dem Handbuch von Alexander Lauth lernten sie die Einteilung des Knochengerüstes kennen, wobei sie über das Rückgrat in Staunen gerieten, das, wie man sagt, sechzehnmal stärker ist, als wenn es der Schöpfer gerade gemacht hätte. — Warum gerade sechzehnmal?
Die Mittelhandmuskeln machten Bouvard untröstlich; und Pécuchet, der sich mit Eifer an den Schädel gemacht, verlor den Mut vor dem Keilbein, obschon es einem „türkischen oder türkesischen Sattel“ ähnelt.
Was die Gelenke betraf, so wurden sie von zu viel Bändern verdeckt, — und sie machten sich an die Muskeln.
Aber die Ansatzstellen waren schwer aufzufinden, und als sie zu den Höhlungen an der Wirbelsäule gekommen waren, verzichteten sie vollständig darauf.
Da sagte Pécuchet: