Der Arzt, den der ihm nicht zukommende akademische Titel schmeichelte, stotterte ein paar verbindliche Worte. Währenddessen wurde der andre wieder völlig Herr der Situation.

„Die gnädige Frau hat mir soeben von ihrem Befinden erzählt ...“, begann er.

Karl unterbrach ihn. Er sei in der Tat äußerst besorgt. Seine Frau habe bereits einmal an ähnlichen Zuständen gelitten.

Rudolf fragte, ob da nicht Reiten gut wäre.

„Gewiß! Ganz ausgezeichnet! Vortrefflich! Das ist wirklich ein guter Rat! Den solltest du tatsächlich befolgen, Emma!“

Sie wandte ein, daß sie kein Pferd habe, aber Rudolf bot ihr eins an. Sie lehnte sein Anerbieten ab, und er drang nicht weiter in sie. Dann erzählte er — um seinen Besuch zu motivieren -, sein Knecht, der Mann, dem Karl neulich zur Ader gelassen habe, leide immer noch an Schwindelanfällen.

„Ich werde mal bei Ihnen auf dem Gute vorsprechen“, sagte Bovary.

„Nein, nein! Ich schicke ihn lieber her. Wir kommen wieder zusammen. Das ist bequemer für Sie!“

„Sehr gütig! Ganz wie Sie wünschen!“

Als das Ehepaar dann allein war, fragte Karl: