„Ach nein! Noch nicht! Bleiben wir!“ sagte Bovary. „Sie hat aufgelöstes Haar! Es scheint also tragisch zu werden!“

Aber die Wahnsinnsszene interessierte Emma gar nicht. Das Spiel der Sängerin schien ihr übertrieben.

„Sie schreit zu sehr!“ meinte sie, zu Karl gewandt, der aufmerksam zuhörte.

„Möglich! Jawohl! Ein wenig!“ gab er zur Antwort. Eigentlich gefiel ihm die Sängerin, aber die Meinung seiner Frau, die er immer zu respektieren pflegte, machte ihn unschlüssig.

Leo stöhnte:

„Ist das eine Hitze!“

„Tatsächlich! Nicht zum Aushalten!“ sagte Emma.

„Verträgst dus nicht mehr?“ fragte Bovary.

„Ich ersticke! Wir wollen gehen!“

Leo legte ihr behutsam den langen Spitzenschal um. Dann schlenderten sie alle drei nach dem Hafen, wo sie vor einem Kaffeehause im Freien Platz nahmen.