Er tat so, als sei er sehr überrascht, daß Langlois noch nicht gezahlt habe. Mit honigsüßer Stimme sagte er:
„Na, da machen Sie mal einen Vorschlag!“
„Ach, den müssen Sie machen!“
Er schloß die Augen, als ob er sich etwas überlegte. Hierauf schrieb er ein paar Ziffern, und dann erklärte er, er käme sehr schlecht dabei weg, die Geschichte sei faul und er schneide sich in sein eignes Fleisch. Schließlich füllte er vier Wechsel aus, jeden zu zweihundertundfünfzig Franken, mit Fälligkeitstagen, die je vier Wochen auseinanderlagen.
„Vorausgesetzt natürlich, daß Vinçard darauf eingeht!“ sagte er. „Mir solls ja recht sein! Ich fackle nicht lange! Bei mir geht alles wie geschmiert!“
Er zeigte ihr im Vorbeigehen schnell noch ein paar Neuigkeiten.
„Es ist aber nichts für Sie darunter, gnädige Frau!“ meinte er. „Wenn ich bedenke: dieser Stoff, das Meter zu drei Groschen und angeblich sogar waschecht! Die Leute reißen sich drum! Man sagt ihnen natürlich nicht, was wirklich dran ist ... Sie könnens sich ja denken!“
Durch derlei Geständnisse seiner Unreellität andern gegenüber sollte er sich bei ihr als desto ehrlicher hinstellen. Emma war bereits an der Tür, als er sie zurückrief und ihr drei Meter Brokatstickerei zeigte, einen „Gelegenheitskauf“, wie er sagte.
„Prachtvoll! Nicht?“ sagte er. „Man nimmt es jetzt vielfach zu Sofabehängen. Das ist hochmodern!“
Mit der Geschicklichkeit eines Taschenspielers hatte er den Spitzenstoff bereits in blaues Papier eingeschlagen und Emma in die Hände gedrückt.