„Nein!“ beschwichtigte sie ihn. „Da war wahrscheinlich ein Dachfenster offen, und der Wind hat es zugeschlagen.“

Am andern Tag, einem Sonntag, fuhr sie früh nach Rouen, wo sie alle Bankiers aufsuchte, die sie dem Namen nach kannte. Die meisten waren auf dem Lande oder auf Reisen. Aber sie ließ sich nicht abschrecken und ging die Anwesenden um Geld an, indem sie beteuerte, sie brauche es und wolle es pünktlich zurückzahlen. Einige lachten ihr ins Gesicht. Alle wiesen sie ab.

Um zwei Uhr lief sie zu Leo und klopfte an seiner Türe. Es öffnete niemand. Endlich kam er von der Straße her.

„Was führt dich her?“

„Störe ich dich?“

„Nein ... aber ...“

Er gestand, sein Wirt sähe es nicht gern, wenn man „Damen“ bei sich empfinge.

„Ich muß dich sprechen!“ sagte sie.

Da nahm er den Schlüssel, aber sie hinderte ihn am Aufschließen.

„Nein! Nicht hier! Bei uns!“